Sep 212011
 

Bei Kauf einer Kamera ist meist nur ein Objektiv im Kit enthalten. Je länger man fotografiert und somit tiefer in die Materie eindringt, stellt man fest, das man mit der vorhandenen Technik an seine Grenzen stösst. Mir geht es zumindestens so. Mit meinem 55-200mm Kit Objektiv habe ich bisher die meisten Fotos gemacht. Gerade Fotos im Makro Bereich haben da schnell ein Ende. Das Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 110cm, so dass ich nicht näher an das Motiv herankomme. Dies hat bislang auch ausgereicht. Nun hatte mir für eine Zeit ein Arbeitskollege das 105mm /2.8 Makro Objektiv von Nikon geliehen, dies hat eine Naheinstellgrenze von ca. 33cm, somit ist das Abbildungsmaßstab wesentlich größer. Mit den Ergebnissen der Fotos war ich sehr zufieden, der einzige Nachteil an den Objektiv ist seine Größe. Denn mit gut 67mm Linsendurchmesser ist es so groß, das meine AF- Hilfslicht abgeschattet wird und hinzu kommt, das Objektiv ist teuerer als meine gesamte bisherige Ausrüstung. (Die D3000 ist nunmal das Einsteigermodell) Also habe ich begonnen mich nach Alternativen umzuschauen. Hierbei bin ich auf Zwischenringe gestossen und konnte diese auf der Kamera Börse in Frankfurt austesten.

Das Ergebniss ist folgendes:

Als Objektiv hatte ich zum Zeitpunkt ein 18-55mm aufgesetzt, das eher für Weitwinkelaufnahmen, als für Makrofotografie geeignet ist. Von dem Ergebniss bin sehr beeindruckt und hätte nie gedacht, das damit solche Vergrößerungsleistungen möglich sind. Zumal Zwischenringe breits für unter 100 € zu haben sind. Auch wenn ist das Ergebnis sehr gut fand, werde ich mich trotzdem nach einem Makroobjektiv umsehen. Zur Zeit tendiere ich zu dem 90 /2.8 von Tamron, dieses hat in allen Foren in denen ich gelesen habe sehr gut abgeschnitten, gerade in Preis/Leistung, denn es kostet knapp die Hälfte von o.g. Objektiv.

Sep 142011
 

Grundsätzlich denke ich, dass ich gute Bilder planen muss und dauerhaft nur mit guter Planung gute Ergebnisse erzielen kann. Um so vertrauter ich mit der Umgebung bin, umso besser kann ich meinen Standort planen, weiß vielleicht welche Tiere sich wo aufhalten, wie die Sonne zu welcher Uhrzeit steht und kann entsprechende Ausrüstung mitnehmen. Was nicht bedeutet, dass man nicht auch mal durch Zufall im richtigen Moment am richtigen Ort ist.

Irgendwann vor einigen Wochen war ich mit Eike unterwegs um in Heidelberg zu Fotografieren und dann sind wir am Sebastian Münster Brunnen vorbeigekommen. Es war ein warmer Tag, der Himmel war mehr oder weniger blau und ich kann mich garnicht mehr erinnern wie es dazu gekommen ist, aber plötzlich lagen wir nahezu im Brunnen. Keiner von uns beiden hatte das geplant, aber plötzlich haben wir aus allen Lagen versucht den Brunnen in Szene zu setzen. Und nach einer kurzen Weile haben wir dann einzelne Tropfen “eingefangen”.

Sind dort am Brunnen gute Bilder entstanden? Also meine Ausbeute war eher depremierend. Aber ich hatte einen wahnsinnigen Spaß. Und auch Eike hat sich richtig ins Zeug gelegt…

Naja, und am Ende war es sehr interessant zu sehen wie die einzelnen Tropfen im Bruchteil einer Sekunde aussahen. Das Bild “Langsames Wasser 2″ ist an diesem Tag entstanden. Natürlich ist es wichtig zuerst eine Idee zu haben wie man ein Foto gestalten möchte, aber zuhause zu sitzen und zu warten bis man den richtigen Einfall hat, kann oft lange dauern. Auch wenn an diesem Tag die Bilder nicht so super geworden sind, habe ich jetzt eine Idee und werde bestimmt am richtigen Tag wieder an den Brunnen zurückkehren und diese umsetzen.

Viel SPAß beim nächsten Fotoshooting!

Gruß Karsten

Sep 032011
 

Heute möchte ich mich einmal einem Making of widmen. Ich habe von einem Bekannten ein Macro Objektiv bekommen und wollte dieses an meiner Kamera testen. Es handelt sich hierbei um das AF-S Micro Nikkor 105mm 1:2,8 G ED von Nikon. Da es schon zu fortgeschrittenener Stunde war, konnte ich nur Fotos in der Wohnung machen. Hierzu habe ich meine Kamera auf ein Stativ vor eine Pflanze gestellt und den Rest der Wohnung abgedunkelt. Ich habe extra darauf geachtet, dass die unteren 30cm der Pflanze nicht auf dem Fotos sichtbar sein werden. Dann habe ich eine Belichtungszeit von 30sek eingestellt, fokussiert und ausgelöst. Während der Belichtungsdauer habe ich meine LED Taschenlampe genommen und die Pflanze von unten für 2 sek. angesstrahlt. Herausgekommen ist folgendes Ergebnis:

Auswertung:

Das Bild ist sehr “klar” geworden und auch sehr scharf. Die von hinten angeleuchteten Fächen wirken wie leuchtende Blätter, und im Bild besteht ein kleines “Chaos”. Störend finde ich nur die Blättern, auf denen man direkt die angeleuchtete Rückseite sieht, aber das lässt sich durch den Winkel der Taschenlampe verändert.

 Einen ähnlichen Versuch haben wir dann mit den Orchidees in unserer Wohnung unternommen, nur ahebn wir hier die Orchideen direkt angestahlt-

Auswertung:

Die Farben wirken irgendwie surreal, durch das kalte Licht der Taschenlampe, wirken die Orchideen als hätten sie eine andere Farbe. Aber der Kontrast zu dem Hintergrund wirkt sehr stimmig.